Die DV der Musikvereine Kreis Werdenberg des St. Galler Blasmusikverbandes war geprägt von Ehrungen, Ressortberichten, Rück- und Ausblicken sowie dem Mitwirken der Musikschule bei der Nachwuchsförderung.

Am Montagabend trafen sich im Probelokal Zinslihof die Vertreter der sieben Musikvereine des Kreises Werdenberg des St. Galler Blasmusikverbandes zu ihrer ordentlichen Delegiertenversammlung. Die gut aufgestellte und den Anlass organisierende Musikgesellschaft Sevelen sorgte unter der energischen Stabführung ihres Dirigenten Peter Diem für eine zackige musikalische Einstimmung. Sie umrahmte später auch das Totengedenken und die Ehrungen.

Zwei neue kantonale ­Veteraninnen

Kreispräsident Josef Signer erläuterte nach seiner Begrüssung der Delegierten und Gäste die Zuständigkeiten für die verschiedenen Veteranen- und Jubilarenehrungen. Der Kreisdelegiertenversammlung obliegt die Ernennung und Ehrung der kantonalen Veteranen (25 Jahre); die eidgenössischen Veteranen, Jubilare und Ehrenjubilare empfangen ihre «Weihe» an der Kantonalen Delegiertenversammlung des SGBV vom 11. November 2017 in Benken. Josef Signer konnte an dieser Kreis-DV zwei Werdenberger Musikantinnen für ihre 25-jäh­rige Mitgliedschaft ehren: Tamara Bernold (Bürgermusik Gams) und Gabi Krauss (Musikverein Buchs-Räfis). «Zwei Frauen, die gerne lachen und Frohmut verbreiten und sich in ihren Vereinen stark in verschiedenen Funktionen engagieren», charakterisierte der Kreispräsident die beiden neuen Jungveteraninnen. Ebenfalls geehrt wurde Robert Heeb für seine 20 Jahre Präsidentschaft des Musikvereins Alpenrösli, Sax.

Im Bericht über das Ressort Jugend hob Roland Wohlwend, Ressortleiter Jugend vom Kreis Werdenberg die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule Werdenberg hervor, dank der die Synergien gemeinsam genutzt werden können. «Eine Win-win-Situation» betonte auch der anwesende Leiter der Musikschule, Dennis Mungo. «Wir sind sehr daran interessiert, dass die Musikschüler später in die Musikvereine eintreten.» Zur Gewöhnung an das Zusammenspiel stelle die Musikschule bei Platzkonzerten gerne auch ihre Ensembles zur Verfügung. Wie schon im abgelaufenen Jahr ist die Agenda für musikalische Vereins- und Verbandsanlässe auch für die nächste Zukunft reich gefüllt. Während für das laufende Jahr 2017 schon «alles gelaufen ist», so Signer, sollte man für 2018 wenn möglich Terminkollisionen vermeiden, dass zum Beispiel nicht mehrere Musikvereine genau am gleichen Datum Kirchenkonzerte abhalten und sich gegenseitig konkurrenzieren.

Das «Kantonale» wirft Schatten voraus

In der Fülle der Informationen wies der Kreispräsident auf das Kantonalmusikfest vom 25./ 26. Mai 2019 in Lenggenwil hin. Dabei erwähnte er Änderungen im Musikreglement. So gebe es keine provisorischen Anmeldungen zur Teilnahme mehr – nur noch definitive. Ferner werde der Begriff «Marschmusik» abgeschafft, neu heisse es «Parademusik». «Unter uns werden wir sicher auch in Zukunft von Marschmusik sprechen», meinte dazu ein Delegierter. Die nächste DV Kreis Werdenberg wird von der MG Azmoos organisiert.


W&O vom 13. September 2017



Gute Stimmung herrschte am Ranserfest

RANS Das Ranser- und Oberräfiser Fest vom vergangenen Samstag war für Jung und Alt ein unterhaltsamer und gemütlicher Anlass: Bei schönstem Wetter hatte die Pfadi Alvier am Vormittag für die Ranser Kinder einen originellen Plauschparcours organisiert. Beim traditionellen «Schnellsten Ranser» siegten Bruce Grütter und Amélie Fonjallaz. Gekonnt spielte die Musikgesellschaft Sevelen für alle Festbesucher ein wahrlich «sonniges» Konzert. Eine Kinderdisco für die Primarschüler und ein Guet-Nacht-Gschichtli rundeten das Kinderprogramm ab, während für die Erwachsenen der gesellige Abend noch weiterging.

W&O vom 21.Juni 2017


SEVELEN ⋅ Die Musikgesellschaft und der Evangelische Kirchenchor boten am Sonntagabend in der reformierten Kirche ein abwechslungsreiches Konzert, das sich eines guten Besuches erfreuen durfte.

Hans Hidber

Den Auftakt zum Konzert bot die Jungmusik Piccolo unter der Leitung von Rosmarie Toresan, die in der Folge auch als witzige Ansagerin durchs weitere Programm führte. Nachdem die Jüngsten als Trio mit voller Konzentration und sauberer Tonführung in zwei Stücken ihr Début gegeben hatten, wurden sie zum Abschluss ihres Auftritts ins Plenum der Musikgesellschaft (MGS) einbezogen. Dann war die Reihe an den «Grossen». Dem Titel «Music For A Celebration» entsprechend, erklang das Eingangsstück in festlicher Harmonie. Dabei zeigte sich – wie auch in den weiteren Stücken – dass die MGS über einen ausgewogenen Klangkörper verfügt, und, von ihrem Dirigenten Peter Diem energisch angetrieben, die Kompositionen in differenzierter Dynamik und hoher Präzision interpretiert. Es folgte die eingängige und leidenschaftliche Filmmusik «La Storia» von Jacob de Haan, und der trügerische Schlaf des Löwen («The Lion Sleeps Tonight») bildete den Abschluss des ersten Konzertteils.

Tränen, Halleluja und Udo Jürgens

Eingebettet in die zwei Musikblöcke, bestritt der Evangelische Kirchenchor unter der Leitung von David Marock den Mittelteil des Programms. Aus Händels Oper «Rinaldo» sang der Chor, vom Chorleiter am E-Piano begleitet, «Lascia ch’io pianga» («Lass mich weinen»); ein Stück, das oft als Solo bei Abdankungen zu hören ist. Dem Text entsprechend, wurde das Lied sehr einfühlsam und wie in einem Staccato abgesetzt vorgetragen. Ein sauberes Piano ohne Substanzverlust ist das ­Gütezeichen eines Chors. Beim nächstens Stück aber war ausgeweint: «Bald werden wir zum König gehen, dort gibt es kein Weinen mehr, halleluja, halleluja» (Gospel «Soon And Very Soon»). Udo Jürgens’ «Ich war noch niemals in New York» war der offizielle Abschluss des Gesangsteils. Mit Gotthilf Fischers preisgekröntem «Frieden» bot der voll motivierte und von David Marock virtuos begleitete Chor noch eine herausgeklatschte Zugabe.

Amore, Boogie und Romantik

Feierlich-pompös kam der Auftakt des «Concerto d’Amore» von Jacob de Haan daher; ein Stück, in dem die MGS alle Facetten solistischer Einsätze und Tonfarben ausleben konnte, wie auch im nachfolgenden «One Life» mit dem Auf und Ab des Lebens. Voller Rhythmik dann der «Tschaikowsky Boogie», ein Zusammenschnitt bekannter Stücke, wobei natürlich auch der «Nussknacker» aufschien.

Nach dem umtriebigen Boogie wurde es mit dem «Mood Romantic» wieder getragen-ruhiger, bis im offiziellen Schluss­titel «Crazy Little Thing Called Love» nochmals das Thema Liebe aufbrandete. Der frenetische Schlussapplaus kam für Dirigent Peter Diem nicht ganz unerwartet, hatte er doch noch eine fetzige Zugabe vorbereitet. Nach dem Dankeswort von MGS-Präsident Hansjürg Caselberg an alle Mitwirkenden des sehr ansprechenden Kirchenkonzerts konnte man vor der Kirche in fast frühsommerlicher Atmosphäre den offerierten Apéro geniessen.

W&O vom 24. Mai 2017



Das Musikantentreffen, durchgeführt im Rahmen der 125-Jahr-Feier der Musikgesellschaft Sevelen, soll regelmässig stattfinden. Das wünschen sich die Mitglieder der Werdenberger Musikvereine.



Adi Lippuner

Gemütlich, im fast familiären Rahmen trafen sich am Sonntag die Werdenberger Musikvereine im Seveler Gemeindesaal. Konzerte, humoristische Einlagen von «Hannes vo Wald», das Grusswort des Gemeindepräsidenten Roland Ledergerber sowie Ehrungen prägten das Geschehen.

Daniel Lenherr, Präsident der Bürgermusik Gams, brachte die Stimmung auf den Punkt: «Uns verbindet die gemeinsame Freude am Musizieren, und diese Freude sollten wir öfter austauschen. Deshalb wünsche ich mir, dass ein solches Musikantentreffen nicht nur an einem Jubiläum, sondern regelmässig stattfinden kann.»

Harmonie und Einklang

Sichtlich stolz auf «seine» Musikgesellschaft zeigte sich Roland Ledergerber. «Das Fest ist der Höhepunkt einer langen musikalischen Tradition, und ich wünsche mir, dass die Erfolgsgeschichte noch lange dauern soll.» Und zum Musizieren meinte er: «Wie praktisch überall im Leben ist auch gute Musik die Summe der Leistungen mehrerer guter Einzelspieler. Um Höchstleistungen zu erbringen, braucht es Harmonie, den Einklang der Musiker und das blinde Verständnis mit dem Dirigenten.»

Josef Signer, Präsident des Musikkreises Werdenberg, konnte fünf kantonale Veteranen aus seinem Einzugsgebiet für 25 Jahre aktives Musizieren ehren. Vier davon nahmen die Auszeichnung persönlich entgegen. Eine besondere Freude für alle war, dass auch Richard Schwendener seine Ehrung für 60 Aktivjahre, die ihm am Samstag an der kantonalen Delegiertenversammlung des St. Galler Blasmusikverbands hätte überreicht werden sollen, persönlich entgegennahm. «Mit Jahrgang 1933 bin ich halt nicht mehr der Jüngste, und die Gesundheit spielt auch nicht mehr so mit, wie ich es gerne hätte», so seine Aussage. Er musiziere aber auch heute noch sehr gerne, und besondere Freude bereite es ihm, sein Hobby gemeinsam mit den Urenkeln auszuüben. Für den humoristischen Teil des Festes war «Hannes vo Wald» zuständig. Während er zuerst als Franzose mit speziellem Akzent auftrat, wurde er im Verlaufe des Festes zum urchigen Appenzeller. So verabschiedete er beispielsweise das Trommlerkorps aus Sevelen am deutschen Niederrhein mit den Worten: «Ihr geht nun nach drei Tagen feiern auf eure Ausnüchterungsfahrt.» Zum rundum gelungenen Fest leisteten ein tolles Küchenteam, die Mitglieder des Seilziehclubs und die Mitglieder der Musikgesellschaft Sevelen vollen Einsatz.

W&O vom 13. November 2016


Beim Galakonzert am Samstag zum 125-Jahr-Jubiläum brachte die Musikgesellschaft Sevelen Hollywood-Atmosphäre in den Gemeindesaal. Sie begeisterte mit Highlights aus Kultfilmen und Hits verschiedener Weltstars.

Ursula Wegstein
Ganz elegant in Schwarz-Weiss, mit Hut und Dirigent Peter Diem im Frack präsentierte sich die Musikgesellschaft Sevelen im festlich geschmückten und aus allen Nähten platzenden Gemeindesaal am Samstag in Hochform. Zur Einstimmung erklang Traditionelles und bekannte Fernsehmelodien vom Trommlerkorps der Partnergemeinde Sevelen in Deutschland. Im Anschluss zeigten die Piccolos unter der Leitung von Rosmarie Toresan mit ihrer Präsentation der anspruchsvollen James-Bond-Melodie und «Mamma Mia» von Abba ihr beachtliches Können.

Filmmusik für das eigene Kopfkino
Die Musikgesellschaft Sevelen holte musikalisch alles aus ihrem breitgefächerten Spektrum heraus und bot dem Publikum einen Ohrwurm nach dem anderen. «Olympic Spirit», 1988 zur Eröffnung der Sommerolympiade komponiert, wie auch die «Coldplay Classics» gefielen durch die gekonnte Dynamik im Wechsel zum vollen Klangvolumen. Das dem erfolgreichen Komponisten von Filmmusik, Ennio Morricone, gewidmete Stück «La Storia», eine Filmmusik ohne Film, liess jeden Zuhörer zum Regisseur seines eigenen Kopfkinos werden. Als erster Höhepunkt des Galaabends spiegelt dieses spannungsvolle Stück voller Brüche, Höhen und Tiefen – wie von Sabine Loop ausgeführt – auch die Geschichte der Musikgesellschaft Sevelen wieder.

Zum eindrucksvollen Erlebnis wird auch das Evergreen «New York, New York», den die Musikgesellschaft zusammen mit der Sängerin Carmen Lopez aus Sevelen zum Besten gibt. Als weiteres Glanzstück des Abends gaben die Musiker «I'am so exited» mit dem «Pointer-Sister-Girl» Carmen Lopez aufgrund der grossen Begeisterung beim Publikum gleich zweimal zum Besten. Viel Applaus ernteten ebenfalls der Soundtrack zu «Ghostbusters». Der schön arrangierte «Bon-Jovi-Rock-Mix» fiel durch ein gutes Zusammenspiel auf.

Mit ihrem «A Tribute to Amy Winehouse» hat die Musikgesellschaft als grosses Finale alle Songs, mit denen die Sängerin Kultstatus erreichte, wirkungsvoll und stilgerecht melancholisch verlebendigt, für packende Momente gesorgt und dafür zahlreiche Jubelrufe geerntet. Der Galaabend zeigte sich mit einem gelungenen Programm voller Stimmungswechsel und Kontraste durchweg auf hohem musikalischem Niveau. Ein Abend voller Highlights, der mit der Blue Shoes Band und DJ an der Kings Bar ausklang. Ein enormer Kraftakt, der fulminant geglückt ist. Musik, die auf dem Heimweg noch nachklingt. Gewiss nicht nur alle 125 Jahre.

W&O vom 13. November 2016



Musikgesellschaft feiert ihr 125-Jahr-Jubiläum

Sevelen Das kommende Wochenende steht in Sevelen ganz im Zeichen der Musikgesellschaft, die ihren 125. Geburtstag feiern darf. Es gibt ein vielfältiges Festprogramm für Jung und Alt und für jeden Musikgeschmack.

Gestartet wird bereits am Freitagabend, 11. November, mit der Guggenmusik Pelzchappni, die um 19 Uhr im Gemeindesaal aufspielen wird. Danach gibt es Musik mit Melanie Loher mit Band und mit der Gruppe Des Wahnsinns Fette Boite. Auch ein Bündner Ländlermix steht auf dem Programm. Der Höhepunkt der Festlichkeiten steht am Samstag, 12. November, auf dem Programm, wenn der Galaabend mit der Musikgesellschaft Sevelen um 20 Uhr beginnt. Dabei tritt auch Carmen Lopez auf. Mit dem Trommelkorps Sevelen sind auch Gäste aus der gleichnamigen deutschen Partnergemeinde im Gemeindesaal zu hören. Zum Rock 'n' Roll der Blue Shoes Band kann später das Tanzbein geschwungen werden. Damit ist aber noch nicht fertig. Am Sonntag, 13. November, findet das Musikantentreffen des Kreises Werdenberg statt. Dabei werden auch Veteranen geehrt. Der Zutritt ab 10.30 Uhr zu diesem Anlass ist nur mit der Festkarte möglich.

W&O vom 11. November 2016



Musikgesellschaft erkundet Südtirol

Die Musikgesellschaft Sevelen (MGS) besammelte sich kürzlich beim Zinslihof zur Abfahrt nach Südtirol. Nach etwa zwei Stunden Carfahrt gab es in Zernez eine erste Kaffeepause. Hier konnten sich die Teilnehmer die Beine vertreten und sich für die Weiterfahrt stärken. Dank der netten Bedienung und des wunderschönen Ambiente des Hotels hätten einige noch ein wenig länger bleiben können. Deshalb ging es nach 45 Minuten ostwärts über den Ofenpass ins Münstertal und weiter nach Glurns im Südtirol, wo ein reichhaltiges Mittagessen die knurrenden Mägen füllte. Mit vollem Bauch gaben die Musikanten ein Ständchen für die Besucher und die Einheimischen des kleinen Städtchens. Die nächste Station war Sponding. Dort traten die Musikanten kräftig in die Pedale – 22 Kilometer durch prächtige Apfel- und Traubenplantagen bis nach Latsch. Viele mussten sich sehr zurückhalten, um nicht vom Velo abzusteigen und einen saftigen, roten Apfel von den Bäumen zu «stibitzen». Diese Gegend ist auf jeden Fall einen zweiten oder dritten Besuch wert. Um etwa 16.30 Uhr kamen die «Sportler» in Latsch an, wo bereits der Reisecar Richtung Auer ins Hotel Goldenhof auf sie wartete. Bei der Unterkunft angekommen, hiess es erst mal Zimmerbezug und frisch machen. Am Abend ging es nämlich ans Musikfest nach Tramin. Auch hier wurden zuerst die Mägen gefüllt, um danach gestärkt das Tanzbein schwingen zu können. Die Musiken aus dieser Gegend waren vor allem im Polkaspielen geübt, was den Dirigenten aus Sevelen freute. Danach spielte eine Partyband. Es wurde auf den Tischen getanzt und gefeiert, bis es Zeit war, ins Hotel zurückzukehren. Denn am nächsten Morgen stand das Dorffest in St. Pauls auf dem Programm. Auch dieses stand ganz im Zeichen der Polka. Die Klänge kamen aus verschiedenen kleinen Gassen. Diverse Vereine verpflegten die Besucher. Ein Gläschen Weisswein liessen sich die Musikanten der MGS natürlich nicht entgehen. Einige rafften sich sogar nochmals zum Tanzen auf. Andere genossen einfach den sonnigen Tag bei einer feinen Weisswurst. Durchs Vinschgau und nach einem kurzen Zvierihalt am Reschensee ging es über den Arlberg zurück in die Schweiz. Nun geht die MGS voller Elan in die Vorbereitungen für das Wochenende vom 11. bis 13. November. Zum 125-Jahr-Jubiläum der Dorfmusik findet dann ein grosses Fest statt.

​W&O vom 21. September 2016


1.-August-feier mit drei Vereinsjubiläen

SEVELEN. Die Musikgesellschaft Sevelen (125 Jahre), der Turnverein (100 Jahre) und der Seilziehclub (20 Jahre) verknüpften ihre runden Geburtstage mit der 1.-August-Feier am Vortag des Nationalfeiertages in der Schulanlage Gadretsch.

Gut gibt es einen überdachten Pausenplatz in der Schulanlage Gadretsch, so war die grosse Festgemeinde trotz der Regengüsse halbwegs im Freien und doch im Trockenen. Dass man dabei etwas enger als sonst zusammenrücken musste, war der Stimmung nur förderlich. Einziger Wermutstropfen: Die im Freien geplanten Darbietungen des TV-Sevelen mussten wegen des immer wieder einsetzenden Regens ausfallen. Die Mitglieder waren natürlich trotzdem aktiv in der Festorganisation präsent.

Integration für Einheimische

Nach dem fetzigen Auftakt der Musikgesellschaft Sevelen unter der Leitung von Peter Diem wandte sich Gemeindepräsident Roland Ledergerber an die Festgemeinde. «Ich musste eine Passage meines Manuskriptes ändern», so der Redner: Er wollte die drei jubilierenden Vereine für ihre guten Beziehungen zu Petrus rühmen; daraus sei leider nichts geworden. Er hob die äusserst wichtige Bedeutung der Ortsvereine – in Sevelen deren 80 – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Funktionieren eines Gemeinwesens hervor und befasste sich dann mit dem Begriff «Integration», womit meistens die Integration von Migranten gemeint sei. «Integration findet aber täglich auch für Einheimische statt», betonte Ledergerber. Integration: Sich in eine Gemeinschaft oder Situation einfügen, seine Prinzipien wahren, aber auch die vorgegebenen Regeln akzeptieren.

Reiches Rahmenprogramm

Vertreter der drei jubilierenden Vereine blätterten in der jeweiligen Vereinsgeschichte zurück, nannten wichtige Eckdaten und frischten auch verschiedene Episoden auf. Die Musik spielte, dem Fest angepasst, mit durchwegs rassigen und hörgefälligen Melodien auf und bewies, dass sie trotz des hohen Alters von 125 Jahren in jugendlicher Frische mit einem tollen Klangkörper gut aufgestellt zu begeistern vermag.

Mit zwei gemischten Mannschaften aus Mitgliedern des Seilziehvereins und des Turnvereins fand ein Seilzieh-Wettkampf beim Publikum grossen Anklang. Eine gut organisierte Festwirtschaft sorgte für das leibliche Wohl, und im betreuten Kinderprogramm kam auch die Jungmannschaft nicht zu kurz. Das Zünden des Funkens und das mitternächtliche Feuerwerk – Wetter hin oder her – gehörten zum Abschluss unverzichtbar zur vorgezogenen 1.-August-Feier.

W&O vom 1. August 2016



Seveler Musik feiert 125-Jahr-Jubiläum

Vom 11. bis 13. November steigt das grosse Jubiäumsfest der Musikgesellschafr Sevelen. Seit 125 Jahren bereichert der Verein das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Gemeinde. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet das Frühschoppenkonzert vom 12. Juni.

​W&O 3. März 2015
Rolf Saxer, OK-President, Jeannette Hofmänner, Präsidentin ad interim, und Ruedi Schwendener, Vizepräsident


Reisefieber» packte die Leute

Mit bunter Show hat die Musikgesellschaft Sevelen ihre Besucher am Unterhaltungsabend «In 80 Tagen um die Welt» geführt. Dirigent Peter Diem aus Mols liess sie die Reise mit ländertypischen Melodien und Rhythmen nachzeichnen.

W&O vom 18. November 2014:

SEVELEN. Unter dem Motto «Querbeet» präsentierte im Gemeindesaal Drei Könige in Sevelen die Musikgesellschaft ein begeisterndes Konzert. «Locker vom Hocker» wäre genauso passend gewesen. Keine steifen Uniformen, in weissen T-Shirts und Jeans traten die Frauen und Männer auf die Bühne. Der neue Dirigent Peter Diem stand in farbigem «ghüüslätem» Hemd und Turnschuhen vor seinen Leuten. Auch für humorvolle Einlagen war Platz an diesem Abend.

«Polka Peter» nennen sie den Dirigenten. Doch nicht einmal für den Friseur hat man Zeit, meint ein Spassvogel unter den Musikanten. «Immer üben, üben und proben.» Ja, geprobt haben sie viel. «Es ist eine Heidenarbeit, so ein abwechslungsreiches Konzert auf die Beine zu stellen», sagte einer.

Zu Beginn gleich ein schmissiger Aufsteller – «zur Feier des Tages». Der Meilemer Max Lehmann hat es geschrieben. Einer der bekanntesten Musiker der Schweiz in Sachen Blasmusik war Christoph Walter. Gediegen und getragen spielten die Seveler «Celtic Crest». Ein Abstecher nach Schottland. «Forget you», ein Stück im Big-Band-Sound.


Brunchkonzert 15.06.2014 - W&O vom 16.06.2014